PROJEKTRAUM

Das Fraktalwerk gibt ästhetischen Projekten Raum, in denen Künstler*innen und Nichtkünstler*innen ihr Ding und gemeinsame Sache machen. Sie spüren Verschränkungen zwischen Realitäten auf. Sie erkunden Schwellenerfahrungen und Grenzüberschreitungen. Sie erforschen Schnittstellen künstlerischer, kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Praktiken.

Fraktalwerk-Projekte gibt es seit mehr als 15 Jahren. Manche Mitwirkende arbeiten kontinuierlich seit Beginn zusammen, andere periodisch in wechselnden Konstellationen, wieder andere nehmen Teil an einzelnen kleinen Projektabschnitten.

Alle lassen sich dabei immer wieder auf ästhetische Herausforderungen ein, erproben sich und das jeweilige Thema in immer neuen Spielräumen, die man gemeinhin z. B. Theater, Film, Tanz, Fotografie, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Land Art, Urban Art, Fluxus, Performance nennt, die aber im Fraktalwerk eher in Mischformen aufgehoben werden.

Manchmal ist eine solche „Verortung“ und „Paradigmatisierung“ ästhetischer Praxis hilfreich für Betrachtende. Oft erweisen sich solche Schubladen für die Ergebnisse künstlerischer und nicht-künstlerischer Praxis und ihrer ästhetischen „Durcharbeitung“ und kognitiven „Reflexion“ als unpassend.

So schön es ist, Ergebnisse der eigenen Arbeit anderen zeigen zu können, sei es als Fraktalwerke oder als Publikationen, im Vordergrund der Projektraumarbeit steht die Zusammenarbeit. Das Fraktalwerk bietet Raum für Erfahrungen beim (gemeinsamen) performativen Handeln in ästhetischen Projekten und bei der Auseinandersetzung mit deren Folgen. Die Ästhetischen Projekte des Fraktalwerks sind ein Format der Verbindung partizipativer Kunst mit ästhetischer Bildung.

Fraktalwerk-Projekte sind Weiterentwicklungen der als Formate ästhetischer Bildung von Ulrike Hanke und Robert Krokowski entwickelten „ästhetischen Projekte“ auf dem Feld der Kunst. Hierzu sind als Dokumentationen erschienen:

Ulrike Hanke, Didaktische Spielräume: Konfigurationen eines spiel- und theaterpädagogischen Curriculums für die Ausbildung von Sozialpädagogen, Frankfurt/M (Materialis) 1997

Ulrike Hanke/Robert Krokowski, Ästhetische Projekte Bd. 1: Das eigene Ding
Eine Dokumentation ästhetischer Bildung in der Lehr- und Lernforschung an der Hochschule Neubrandenburg
im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung Studienschwerpunkt Ästhetik und Kommunikation/Kultur- und Medienarbeit
Berlin Milow Strasburg (Schibri) 2006

Ulrike Hanke/Robert Krokowski, Ästhetische Projekte Bd. 2: Gemeinsame Sache. Die Schrift der Engel.
Eine Dokumentation ästhetischer Bildung in der Lehr- und Lernforschung an der Hochschule Neubrandenburg
im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung Studienschwerpunkt Ästhetik und Kommunikation/Kultur- und Medienarbeit
Berlin Milow Strasburg (Schibri) 2007

Weitere Dokumentationen ästhetischer Projektarbeit auf Anfrage:
Robert Krokowski, Projekte Ästhetischer Bildung. an der Marie-Curie-Oberschule Berlin 2009–2011
Teil 1: Wenn Schule tanzt. Teil 2: Wenn Schule die Koffer packt. Teil 3: Schulkofferenz.