PROJEKTRAUM

Das Fraktalwerk gibt ästhetischen Projekten Raum, in denen Künstler*innen und Nichtkünstler*innen ihr Ding und gemeinsame Sache machen. Sie spüren Verschränkungen zwischen Realitäten auf. Sie erkunden Schwellenerfahrungen und Grenzüberschreitungen. Sie erforschen Schnittstellen künstlerischer, kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Praktiken.

Fraktalwerk-Projekte gibt es seit mehr als 15 Jahren. Manche Mitwirkende arbeiten kontinuierlich seit Beginn zusammen, andere periodisch in wechselnden Konstellationen, wieder andere nehmen Teil an einzelnen kleinen Projektabschnitten.

Alle lassen sich dabei immer wieder auf ästhetische Herausforderungen ein, erproben sich und das jeweilige Thema in immer neuen Spielräumen, die man gemeinhin z. B. Theater, Film, Tanz, Fotografie, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Land Art, Urban Art, Fluxus, Performance nennt, die aber im Fraktalwerk eher in Mischformen aufgehoben werden.

Manchmal ist eine solche „Verortung“ und „Paradigmatisierung“ ästhetischer Praxis hilfreich für Betrachtende. Oft erweisen sich solche Schubladen für die Ergebnisse künstlerischer und nicht-künstlerischer Praxis und ihrer ästhetischen „Durcharbeitung“ und kognitiven „Reflexion“ als unpassend.

So schön es ist, Ergebnisse der eigenen Arbeit anderen zeigen zu können, sei es als Fraktalwerke oder als Publikationen, im Vordergrund der Projektraumarbeit steht die Zusammenarbeit. Das Fraktalwerk bietet Raum für Erfahrungen beim (gemeinsamen) performativen Handeln in ästhetischen Projekten und bei der Auseinandersetzung mit deren Folgen.