Rückblick – FW im Pavillon Simon Weil/Genf

alt="Fraktalwerk im Pavillon Simone Weil/Genf 2026 - ein Rückblick">

Ein Rückblick

Es gestaltete sich vielschichtig durchwirkt und verwickelt: Der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn initiierte das Projekt „Pavillon Simone Weil“ in Genf (2026). Er lud Gruppen und auch Einzelpersonen ein, daran mitzuwirken. Diese luden ihrerseits Einzelpersonen oder Gruppen ein, vor Ort tätig zu werden, zu gestalten. Fraktalwerk wurde eingeladen vom eingeladenen Simone-Weil-Kollektiv/Berlin – und war für zwei Wochen vor Ort. Mit einer interaktiven Fraktalwerk-Installation von Robert Krokowski, einem artist book von Marlen Wager und Robert Krokowski, die ihrerseits Sonja Knoll aus Wien dazu einluden, Tanzperformances von Libertad Esmeralda Iocco sowie Stickereien und Foto- und Videodokumentationen von Juan Cruz Paz.

Das Sticken als kollektives Ritual des Denkens

Ein zentrales Element bildete zudem ein elfwöchiges Stickprojekt als verbindendes Ritual: Inspiriert von geistlichen Übungspraktiken stickte jeder Teilnehmende einen Gedanken, einen Satz oder ein Fragment auf ein eigenes Stoffstück. Diese kontemplative Form des „Realisierens“ verknüpfte Meditation mit gemeinschaftlicher Gegenwart. In den letzten beiden Wochen wurden alle Teile zu einem großen gemeinsamen Tischtuch vernäht – einem kollektiven Textil des Denkens und einem sichtbaren Zeitgewebe aus Händen, Fäden und Worten, das den Besucherinnen durch einen eingestickten Text erklärt wurde.